Einkaufen mal ein wenig anders

Man könnte sich die Sachen auch nach Hause schicken lassen, aber dann muss man ja Versandkosten zahlen und kann nicht einen schönen Tag in Aachen verbringen.

Da klar war, dass die bestellten Sachen ein wenig sperrig sein werden, habe ich kurzerhand den Roten Panther genommen, um die Sachen dort abzuholen. Wer jetzt denkt, die sind doch vollkommen bekloppt mit dem Lastenfahrrad von Dortmund nach Aachen und zurück zu fahren, dem sei versichert, dass wir das gültige Monatsticket für den ÖPNV genommen haben und bis an die äußerste Grenze des VRR gefahren sind. In dem Fall Möchengladbach-Rheydt.

Die Mitnahme des Roten Panthers im Zug war übrigens gar kein Problem, für andere Rad fahrende Mitreisende sogar von großem Vorteil. Es gab enormen Gesprächsbedarf und das Bullitt diente für die anderen Räder als wegroll und umkipp Schutz (es steht ja auf vier Beinen).

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Die erwarteten Probleme wegen seiner Größe, konnte ich nicht feststellen.

In Rheydt angekommen ging’s dann auch schon los. Einfach aufsitzen und losfahren, um dann 210 Minuten später im ca. 70 Kilometer entfernten Aachen anzukommen. Unterwegs fast immer der B57 gefolgt, viel Landschaft gesehen, die Rur (ohne H) gequert, den Pferden in der Aachener Soers Konkurrenz gemacht, um dann vom Salvatorberg nach Aachen einzurollen.

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Erste Zwischenbilanz: 70 Kilometer gut hinter mich gebracht, der Rote Panther fährt sich auch auf solchen Distanzen echt sehr angenehm, und trotz teils kräftigem Regen keine nassen Füße (geschützt durch die Ladefläche und, weil das Vorderrad soweit weg ist). Bevor es zum Einkaufen ging (deshalb waren wir ja hier) erstmal die Stadt erkunden: Rathaus, Dom, Altstadt, Elisengarten, Elisenbrunnen …… Einfach schön hier!

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Dann weiter zum Fabrikverkauf von einem großen Schokoladenhersteller. Dort direkt mal ne ganze Kiste mit B-Ware mitgenommen. Anschließend noch die bestellte Ware abgeholt (ein paar Reifen usw.), alles vorne auf die Ladefläche und wieder zurück nach Rheydt. Diesmal einen anderen Weg, abseits der großen Straßen.

Aufgrund des intensiven Regens am Vormittag war da der ein oder andere Weg doch sehr aufgeweicht, aber für den Roten Panther alles kein Problem. Solange man ihn ordentlich tritt, kommt er überall durch! Scheinbar war es ihm doch irgendwann ein wenig zu viel, da er am Hinterrad die Luft abließ. Also ne kurze Pause eingelegt und den Roten Panther wieder fit gemacht.

Nochmals querten wir den Fluss ohne H und mussten dann am Ende doch noch ordentlich sprinten, damit uns der Zug zurück nach Dortmund nicht vor der Nase wegfährt.

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Fazit: der erste Langstreckeneinsatz ist gelungen. Ich als Fahrer konnte das Bullitt als sehr genügsames und vor allem sehr harmonisch auf der Straße liegendes Fahrrad kennen lernen. Es hat großen Spaß gemacht, wurde, egal wo, immer staunend beguckt und die Tatsache, dass man evtl. ein wenig langsamer unterwegs ist, spielt bei der Transportmöglichkeit auch keine Rolle (ein LKW darf ja auch nicht so schnell fahren wie ein PKW). Einzig meine Hände schmerzten zwischenzeitlich doch sehr, weil die Lenkerform für mich nicht ideal war. Einfach ein tolles Fahrrad, was mich nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf langen Strecken überzeugen konnte.

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der Rote Panther – ein Bullitt für die VeloCityRuhr

Unseren Roten Panther haben wir jetzt bereits in einigen Beiträgen erwähnt. So wird es also Zeit, ihn Euch mal etwas genauer vorzustellen. Dieses Lastenrad wird uns derzeit von der Punta Velo GmbH aus Dorsten zur Verfügung gestellt.  An dieser Stelle den allerherzlichsten Dank dafür!!! Unser Ziel ist es, dieses wie auch drei weitere Lastenräder ausgiebig in Dortmund zu testen und im besten Falle anschließend auch  zu erwerben, so dass wir dauerhaft Leihlastenräder anbieten können. Dazu aber später mehr. Nun zurück zum Roten Panther:

Das Lastenrad

Der Rote Panther ist ein Lastenrad der Marke Bullitt des dänischen Herstellers Larry vs. Harry. Das besondere an diesem Lastenrad ist die geringe Breite (466 mm bezogen auf den Rahmen bzw. 590 mm bezogen auf den Lenker – also genauso breit wie ein normales Fahrrad) und die relativ geringe Masse (24 kg – also doppelt so schwer wie ein Sportrad und etwa um die Hälfte schwerer als ein Hollandrad). Aktuell verwenden wir auf der Ladefläche eine einfache Kunststoffwanne, die üblicherweise zum Mischen von Mörtel oder Beton verwendet wird. Nur, wenn wir sperrige Güter transportieren, die länger oder breiter sind als die Wanne, nehmen wir diese ab. Das Rad hat eine 8-Gang-Nabenschaltung und Scheibenbremsen. Im Bezug auf das Fahrverhalten ergeben sich leichte Unterschiede zu einem normalen Rad: der Wendekreis und der Radstand sind größer, was an Straßenbahnschienen jedoch von Vorteil ist, da man den Lenker/das Vorderrad stark einschlagen kann, das Fahrzeug sich aber nicht so stark bewegt. Außerdem ist die Übersetzung auf das Fahren mit Lasten ausgelegt, so dass man bei Leerfahrten langsamer fahren muss, als man eigentlich könnte.

Der Rote Panther im Einsatz

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Wocheneinkauf mit dem Roten Panther: seit Monaten nicht so teuer eingekauft. noch nie so viel auf dem Rad mitgenommen. noch nie so viel Spaß beim Einkaufen gehabt.

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Der Rote Panther beim Einkaufen von Kleinigkeiten – ohne Wanne. Dieser Einkauf hätte natürlich auch in einen Jute-Beutel, einen Rucksack oder eine Satteltasche gepasst. Wenn man sich vor Augen führt, dass mit den meisten Autos oft eine ebenso kleine Menge transportiert wird – bei einer Fahrzeugmasse, die 50 bis 100 mal größer ist als die eines Lastenrades -, kann man nur den Kopf schütteln, oder eben Projekte wie Cargo.VeloCityRuhr.net aufziehen.

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Im Bild ist es nicht direkt erkennbar. Hier stehen zwei Bierkästen übereinander. Natürlich kommt man da ein wenig mehr ins Schwitzen, aber auch der Schwerpunkt hat sich verlagert – nämlich nach oben -, so dass es ein wenig wackliger wurde. Das soll nicht heißen, dass man mit schweren und hohen Lasten nicht fahren könnte, sondern vielmehr, dass man sich bei seinen ersten Fahrten mit einem Lastenrad nicht übernehmen sollte, damit man sich an das veränderte Fahrverhalten gewöhnen kann. Wir werden zwar noch ausführlich über die Bullitts mit Hilfsmotor berichten, aber es sei schon mal angemerkt, dass man diese Lastenräder, sofern man nicht schon eines ohne E-Antrieb gefahren ist, erst mal ohne Antrieb kennen lernt und den Motor erst nach ein paar gefahrenen Kilometern anschaltet.

Weitere Fotos

Was der Rote Panther sonst noch erlebt, könnt Ihr fortlaufend auf Instagram nachverfolgen: http://followgram.me/tag/RoterPanther.

Den Roten Panther ausleihen

Und das beste kommt natürlich zum Schluss: wer den Roten Panther ausleihen will, schreibt einfach eine E-Mail mit seinem Namen, seiner Adresse und Mobiltelefonnummer an info@velocityruhr.net. Der reguläre Standort befindet sich in Dortmund-Mitte (die Übergabe an Bahnhöfen im Ruhrgebiet (insb. BO, CAS, DO, DU, E, GE, HER, MH, OB, WAT, WAN) ist nach Absprache möglich).